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Clever vermarktet - Spielspaß begrenzt
• • • • • (bewertet mit 3 von 5 Punkten)
Als bekennender Anhänger der "Was-passiert-dann"-Maschinen habe ich sicherlich meine Freude an Spielen wie CLEVER ... sofern sie auch gut umgesetzt sind. Beim vorliegenden DS-Spiel gibt es allerdings ganz klare Schwachpunkte.
Die grafische Umsetzung - und hier muß man unterscheiden zwischen den Spiele-Leveln und den Story-Sequenzen - ist für die Rätsel nicht schlecht, für die (wirklich mehr als peinlichen) Story-Passagen eher unteres Niveau.
Was mir gefällt, sind die vielen verschiedenen Gegenstände, die es zu kombinieren gilt und die Möglichkeit, mehrere Gegenstände aufzunehmen und (ohne erneuten Wechsel auf den Screen mit den Gegenständen) nacheinander zu positionieren.
Vom Unterhaltungswert her ist das Spiel okay. Befaßt man sich aber ein paar Stunden am Stück mit CLEVER, ist es leider sehr schnell durchgespielt.
Leider hat das Spiel auch (für mich nicht wenige) Schattenseiten. Die "Story" ist unterirdisch und konnte meinem 7-jährigen Sohn gerade noch so ein Grinsen abringen. Die grafische Umsetzung der Story ist schlicht lieblos und nicht zeitgemäß.
Die Level sind oft zusammenhangslos und ungeschickt gemischt. Spätestens bei der vierten "Laß-den-Ballon-platzen"-Aufgabe in Folge, stellt sich eine gewisse Langeweile ein.
Das bei einem der anderen Rezensenten beschriebene milimetergenaue Positionieren von Gegenständen kann auf dem kleinen Bildschirm nerven. Hier merkt man sehr stark, daß das Spielprinzip von einem "größeren" System kommt. Auch die Tatsache, oft mehrere der Gegenstände übereinander positionieren zu müssen stört.
Logische Fehler und Unzulänglichkeiten bei der Programmierung runden das Ganze leider nach unten hin ab. Man ärgert sich bspw. über Zündschnüre, die sich einfach nicht legen lassen wollen oder über Ballons, die auf die Spitzen einer geöffneten Schere treffen - und diese dann zuschnappen lassen anstatt gehorsam zu platzen.
Die Tutorials sind, wie ebenfalls von Anderen schon erwähnt, tatsächlich recht sinnfrei platziert und man lernt Eigenschaften von Gegenständen, die man vorher schon zu verbauen hatte. Generell werden die Eigenschaften der Gegenstände nicht oder nur spärlich erklärt.
Als Budget-Spiel ist CLEVER durchaus nicht schlecht und macht Spaß. Zum Vollpreis bekommt man eindeutig zu wenig für's Geld.
TIP: Auf dem PC-Spiele Wühltisch nach "The Incredible Machine" oder nach "Professor TIM" von Sierra Online suchen. Das hat auch einen Level-Editor.
Eine Rezension von Michael Gippert > Frankenthal
vom 17. September 2008 | | |
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